Der aktuelle Stand in den Leipziger Medien
Bericht in der Leipziger Internetzeitung vom 28.06.2011
Linke-Stadtrat kritisiert Gesprächsergebnis: Morlok bremst Projekt Lindenauer Hafen aus
Audioton in der Leipziger Internetzeitung vom 26.06.2011
Kanal-Durchstich zum Lindenauer Hafen kommt nicht mehr in diesem Jahr
Die Sorge ist groß!
Der Wasser-Stadt-Leipzig e.V. verfolgt mit großer Sorge die Entwicklung um die Förderung des Durchstich des Karl-Heine-Kanals. Seit Bekanntwerden der problematischen Fördermittellage haben wir uns an die Bitte der Verwaltung gehalten, dieses Problem nicht öffentlich zu thematisieren. Wir ließen uns darauf ein, um die Vermarktung der städtischen Grundstücke am Lindenauer Hafen nicht zu gefährden. Wir vertrauten darauf, dass die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherstellung der Förderung getroffen werden. Doch nun müssen wir mit Sorge beobachten, dass es nicht gelingt, die wassertouristischen Projekte so zu priorisieren, um die Förderung möglich zu machen. Letzendlich wird eher riskiert, dass keines der wünschenswerten Projekte in Leipzig gefördert wird.
Auch im Stadtrat werden von seiten der SPD Stimmen laut, die sich eindeutig für den Durchstich einsetzen, wie kürzlich in der LVZ vom 7. Mai zu lesen war.
Was passiert, wenn der Karl-Heine-Kanal nicht in nächster Zukunft fertig gestellt werden kann?
- Die angekauften städtischen Flächen werden nicht in der gewünschten Form oder gar nicht gekauft (potenzielle Bauträger machen zur Bedingung, dass spätestens 2015 der Durchstich fertiggestellt ist)
- Ein wassertouristisches Gewerbe, im Sinne von Bootsbau u.ä. hat nirgends in Leipzig und auch nicht im Neuseenland Platz; Man vergibt sich die Chance mehr als nur Ticketgalerie am Wasser zu sein.
- Unternehmen, die im Vertrauen auf die Fertigstellung des Karl-Heine-Kanals große Brachen im Leipziger Westen erworben haben, um diese gewerblicher Nutzung zuzuführen, wird die Möglichkeit der Realisierung ihrer Projekte entzogen (kürzlich kaufte die Weisenburger Bau + Grund AG das Texafolgelände am jetzigen Ende des Karl-Heine-Kanals mit dem Ziel der Errichtung des Hafenwerkes)
- Wir verbauen uns die Möglichkeit, dass tatsächlich einmal Boote von Halle nach Leipzig kommen, denn auch der Fertigbau des Elster-Saale-Kanals wird dann in noch weitere Ferne rücken, da Leipzig die dafür erforderlichen Hausaufgaben nicht gemacht hat.
- Letzlich verlieren wir nicht nur Fördermittel sondern belasten den Haushalt auf lange Frist mit nicht vemarktbaren Grundstücken in Größenordnungen
Was passiert, wenn der Stadthafen erst später in Angriff genommen wird?
- Der Elstermühlgraben und die sog. Außenmohle des Stadthafens sind jetzt schon auskömmlich, um alle Ausflugsboote, die gegenwärtig auf den Leipziger Gewässern fahren, anlegen zu
- Jetzt schon kann man mit dem Boot nahe der Leipziger Innenstadt ankommen; mit der Öffnung der Connewitzer Schleuse wird man den Leipziger Südraum mit der Innenstadt verbinden können
- Noch sind keine zusätzlichen Grundstücke erworben worden und kein privater Bauträger/Betreiber gebunden
- Mittels einer möglichen Zwischennutzung der SWL-Brache, die für das künftige Hafenbecken vorgesehen ist, könnte sogar das Busparkplatzproblem an den Leipziger Gewässern geklärt werden
- Ein Verschieben des Projektes Stadthafen bringt keinen/kaum Nachteil für umliegende Investoren, besonders da die Ausgestaltung des EMG an dieser Stelle von den meisten schon als Stadthafen empfunden wird.
Was passiert, wenn keine Priorsierung der wassertouristichen Projekte erfolgt?
- Es wird in nächster Zukunft keines der beiden für den Leipziger Gewässerverbund erforderlichen Projekte gefördert.
- Was das bedeutet, auch für das Image des Gesamtprojektes, bedarf keiner Erläuterung...
Städtebauliches Qualifizierungsverfahren zum Lindenauer Hafen
Lindenauer Hafen - Plan
Das städtebauliche Qualifizierungsverfahren Hafen-Leipzig wurde als diskursives und konkurrierendes Gutachterverfahren mit vier teilnehmenden Arbeitsgemeinschaften aus Architekten oder Stadtplanern und Landschaftsarchitekten durchgeführt, die von einem Obergutachtergremium aus stimmberechtigten Mitgliedern und Sachverständigen begleitet wurden.
Im Ergebnis des Abschlusskolloquium wurde am 24.10.2008 mit
Machleidt & Partner, Berlin mit Schettler und Wittenberg, Weimar und Thomanek Duquenoy Boemanns, Berlin
Almuth Krause mit Stadtlabor und Hobusch + Kuppardt, Leipzig
Häfner Jimenez, Berlin mit Grunwald + Partner, Leipzig
ASTOC, Köln mit BGMR, Berlin
das Konzept herausgearbeitet, welches am 16.06.2010 Gegensatnd der 2. Rahmenvorlage für den Lindenauer Hafen war. Wobei die Entwürfe der AG um Häfner Jimenez zur landschaftlichen Einordnung und die Entwürfe der AG um ASTOC zum Zentralbreich eingingen.
Weiteres zum Sanierungsgebiet Lindenauer Hafen 
Aktuelles zum Durchstich des Karl-Heine-Kanals
Gutachterverfahren zum Durchstich
Endlich ist es soweit. Die Stadt ist seit Ende des vergangenen Jahres Eigentümerin der wichtigsten Flächen für den Durchstich des Karl-Heine-Kanals und hat zu Beginn dieses Jahres die Planung des Wasserbaus beauftragt.
Unser Ziel ist es nun, auch im Ergebnis der Wasserstadt-Konferenz, diesen Durchstich so attraktiv zu gestalten, dass künftig sowohl auf als auch am Wasser neue Qualitäten für das Leben und Arbeiten in Leipzig Plagwitz und Lindenau entwickelt werden können.
Gutachterverfahren und Wettbewerbsergebnisse