Sachsen-Sonntag 11. Juli 2004
Auf die Plätze, fertig platsch!
Am 15. August fällt der Startschuss für das Entenrennen
Knallgelb kommen sie daher mit einer Sonnenbrille auf dem Schnabel – die Plastikenten für da zwei Entenrennen zugunsten der Peter – Escher – Stiftung am 15. August
Im Rahmen des Leipziger Wasserfestes werden die Rennenten zwischen der Klingerbrücke und dem Palmengartenwehr eine 300 Meter lange Strecke im Elsterflutbett überwinden, fiebern ihre Adoptiveltern am Ufer um Siege und Gewinne. Hauptpreis ist immerhin ein VW Lupo, gesponsert von der Heil Automobile AG. „ Ich hoffe, es wird ein entengelbes Fahrzeug“, meinte Markus Heil schmunzelnd.
Organisiert wird das Spektakel wieder vom Lions Club „Johann Sebastian Bach“. Im vergangenen Jahr waren 10 258 Enten ins Rennen gegangen; sie erschwammen einen Röntgen- Digitalisierer für das Kinderkrebsforschungszentrum. In diesem Jahr ist die Zahl 13.333 angepeilt. Peter Escher, der das Entenrennen moderiert, hat schon einige „Adoptivkinder“ vermittelt: „55 Enten habe ich verkauft“, erzählt er, „eine für jeden Gast auf der Party zu meinem 50. Geburtstag.“
Auch der diesjährige Gewinn soll dem Kinderkrebsforschungszentrum zugute kommen.
Potenzielle Adoptiveltern können einen Adoptionsschein für eine Ente für drei Euro unter anderem in der Galeria Kaufhof, im Kabarett Leipziger Funzel sowie in ausgewählten Lottoannahmestellen erwerben. Auf dem Schein ist die Startnummer des adoptierten Schnattchens verzeichnet. Alle Enten plumpsen am 15. August, 11 Uhr gleichzeitig ins Elsterbecken. Sieger ist wer als erstes die Entenfalle am Palmengartenwehr erreicht. Damit alles mit rechten Dingen zugeht, wurde eigens das „Rennenten- Adoptions- und Logistikcenter gegründet. „Immerhin werden hier „Fremdkörper“ in fließende Gewässer gebracht und wird eine Lotterie ausgespielt“, wie der Verantwortliche Bodo Stoldt erklärte. Alle Entenmamas, die kein Auto absahnen, haben die Chance auf weitere attraktive Preise, darunter Kurzreisen, ein Ballonflug und Einkaufsgutscheine.
Übrigens: Unfreiwillige Staus und ein stockendes Rennen wie im letzten Jahr soll es diesmal nicht geben. „2003 hatten wir einen klimatechnischen Ausnahmezustand“, meinte Helmut Külpmann vom Lions Club. „Einen so geringen Wasserstand und eine so langsame Fließgeschwindigkeit haben wir nicht erwarten.“ „Das habe ich alles im Vorfeld mit Petrus klargemacht"