LVZ Sabine Kreuz 13. August 2004
Bild in Pressespiegel 2004 S. 16
Spektakel erweitert: Showkämpfer kommen
Fallschirmspringer und Halloren – Fischstecher dabei / Acht Brücken werden für´s heute beginnende Wasserfest
Nicht nur über sieben, sondern gleich acht Brücken in Leipzig muss man gehen – um sie zu sehen – Kunstwerke hiesiger Grundschüler, die für´s heute Abend beginnende vierte Wasserfest unterm Slogan „Wir machen ´ne Welle“ werben. Jeweils zwölf Meter lang und 1,20 Meter hoch zeigen sie, wie viel Spaß Kinder beim Thema Wasser haben.
Und damit beim dreitägigen Spektakel an Seen, Flüssen und Kanälen die Freude auch richtig überschwappt, sollen zwei soeben zusätzlich in Programm genommene Showkämpfe für jede Menge Extra-Wellen sorgen. So planen Fallschirmspringer beim Flugtag (Sonnabend ab 14 Uhr im Lindenauer Hafen) einen spektakulären Versuch außerhalb de regulären Wertung. Laut Ronny Schäfer, Inhaber des X-Ray Flugsportzentrums Leipzig, schweben die Springer diesmal „von unten nach oben“. Mit geöffnetem Schirm wollen sie die Rampe hinauf rasen, und dann mit Glück und vor allem Wind in die Höhe zu gehen. Übrigens: mit historischen Gleitschirmen. Historisch soll´s auch bei der zweiten Sonder – Aktion während des Fischerstechens (Sonntag ab 14 Uhr im Lindenauer Hafen) zugehen. Gäste aus Halle rücken mit nostalgischen Booten an, kämpfen nach überlieferten Regeln. Die Halloren, die bereits seit 1676 das Fischerstechen praktizieren und sich mit Stangen ins kühle Nass befördern, machen für Leipzig eine große Ausnahme. Eigentlich präsentieren sie sich nur auf der Saale. Nun werde die Tradition nach 1728, wo man auf Einladung des preußischen Königs in Berlin ein Schaustechen zelebrierte, zum zweiten Mal gebrochen. Allerdings ist der Elster – Saale – Kanal ja in Reichweite.
Mit einer Party, bei der alles auf Piraterie eingesellt ist, beginnt heute 19 Uhr im Hafen die vom Verein – Wasser – Stadt ausgerichtete Fete.