Ortsblatt Lindenau/Plagwitz, Juni 2005
Von Lindenau bis nach Hamburg:
471,02 km per Boot
Geschafft! Dr. Sabine Heymann lächelt zufrieden. Denn nun wissen alle , wo es lang geht nach Hamburg. Und das nicht etwa auf dem Landweg, der über die Autobahn mit 387 Kilometern angegeben wird.
Nein, die Vereinsvorsitzende des Wasser Stadt Leipzig möchte lieber die malerischer Strecke über den Lindenauer Hafen und bundesdeutsche Wasserstraßen ermöglichen. Einziges Problem sind dabei auf Leipziger Gebiet zunächst die beiden fehlenden Durchstiche vom Karl – Heine – Kanal zum Hafenbecken und vom Hafen zum Elster-Saale-Kanal. Doch die Weichen sind gestellt für das Kühne Vorhaben.
„Der Stadtrat hat im Mai den Ankauf weiterer Grundstücke im Hafengebiet beschlossen, um das Areal zu entwickeln“, erläutert Heymann, die selbst als Stadträtin mit entschieden hat. In Kooperation mit dem Lindenauer Stadtteilverein hat darauf hin eine spontane Erstbefahrung der noch abenteuerlichen Route statt gefunden.
Das Boot bekam am 29. Mai dann auch mal Beine, um fehlende Durchstiche zu überwinden. Bootsführer Steffen Heiber aus Grimma, der sich spontan zu diesem wagemutigen Unternehmen überreden ließ, nahm´s gelassen und sorgte für einen reibungslosen Ablauf:“ Für den ungefluteten Teil des Kanals, der irgendwo hinter IKEA beginnt, haben wir eine Fahrradstrecke eingeplant. Da ging das Boot eben auf den Hänger. Am Ufer der Saale bei Kreypau wurde dann wieder getaucht. Wir haben das natürlich vorher alles genauestens erkundet. Hat gut geklappt.“
Eine Wiederholung ist deshalb nicht ausgeschlossen. Vor allem aber soll es eine Fortsetzung der Tour geben: Anfang August wollen einige Mutige sich bis in die Elbe vorwagen. Mitstreiterinnen und Mitpaddler für diese Kanu- und Kajakpartie werden noch gesucht! Weiter Informationen rund um den Kanaldurchstich gibt es beim Gewässerstammtisch am 22. Juni ab 18:30 Uhr im Vereinshaus (Industriestraße 72) oder aber auf der Internetseite unter www.wasser-stadt-leipzig.de