Wasser-Stadt-Leipzig e.V.

Förderverein für den Durchstich des Karl-Heine-Kanals an den Elster-Saale-Kanal [wasser-stadt-leipzig.de]


Der Bau der Schute nach historischem Vorbild


Die Schute an der Laufkatze
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Die Schute an der Laufkatze

Historische Bauweise bedeutet, dass in den Anfängen des Schiffsbaus die Zwischenräume der Holzplanken mit Moos bzw. Schiffswerg (Hanf, Baumwolle) abgedichtet (kalfatert), danach mit dünnen Holzleisten fixiert und mittels Metallkrampen oder Schiffstauen zusammengehalten wurden. Metallkrampen werden bei diesem Boot nicht verwendet. Begünstigt durch eine einfache Schiffsform war die Bauweise schon sehr frühzeitig (bereits im 12.Jh.) verbreitet. Früher wurden solche Boote auf flachen Gewässern für den Transport von Salz, Kohle, Getreide, Baustoffen, (wie z.B. die Grauwacke beim Bau des Karl-Heine-Kanals) und anderen Gütern eingesetzt. Heute sind solche Boote z.B. auf der Salzach für touristische Zwecke im Einsatz.
Die erste Schute wurde noch vor Beginn des 2. Leipziger Wasserfestes 2002 restauriert und als Flaggschiff eingesetzt, leider nur zur Bootsparade, dann musste der Fahrbetrieb auf Grund von Undichtigkeiten unterhalb des Schiffbodens, eingestellt werden.


Schute auf dem Weg zum Kranen
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Schute auf dem Weg zum Kranen

Drei Boots-Enthusiasten retten das Projekt
Das zweite Boot, welches während der Arbeiten als Materialspender diente, wurde komplett entkernt und sollte nach altem Vorbild wieder aufgebaut werden. Nach alten Plänen zu restaurieren, erwies sich jedoch als äußert schwierig und sehr kostenintensiv. Es wurden Recherchen durchgeführt, wie und wo solche Holzboote restauriert werden und ob es Unterlagen darüber gibt. Der Deutsche Schiffsbauerverband wurde angefragt und verschiedene Werften, welche sich mit historischem Bootsbau befassen. Leider ohne Erfolg. Auch fanden sich keine Bootsbauer aus der Region, trotz Artikels in der LVZ.

Die Idee wurde fast schon aufgegeben, bis im September 2004 drei Enthusiasten (Bootsbauer und Holzfachleute, die GbR „Holz & Boot“) beim Verein Wasser-Stadt-Leipzig e.V. anklopften und das Boot bauen wollten.

Kalfatern des Bootskörpers
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Kalfatern des Bootskörpers

Profis und Jugend gemeinsam beim Bootsbau
Inklusive perfekter Konstruktionszeichnungen der neuen Schute ist alles sehr professionell erarbeitet worden: Baupläne, Wartungspläne, Kalkulation der Materialkosten, Kontakte mit Werften in Dänemark und im Spreewald, Suche nach einer geeigneten Werkhalle. Sogar die Suche nach dem richtigen Baum, der eigens vom Forstamt Taura in der richtigen Neumondphase im Januar gefällt wurde bis hin zum Sägewerk in Luppa bei Oschatz, wurde von den Bootsbauern im Auge behalten. Das Sägewerk musste in letzter Minute noch ein neues Gatter besorgen, damit die Planken von 10 m Länge geschnitten werden konnten.

Anfang 2005 wurde dann unter Anleitung von den drei Bootsbauern und mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern und Jugendlichen der Augsburger Lehmbaugesellschaft in der Werkstatt Emil-Teich-Straße die Schute in historischer Bauweise gebaut.

Die Schute wird getauft
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Die Schute wird getauft

Stolze Schute Luise auf dem Wasser
Gefördert wurde dieses Projekt über URBAN II im Leipziger Westen. Ein Teil der Arbeiten war als Projekt bei der Tischlerausbildung von Jugendlichen integriert. Später sollen auch anfallende Wartungsarbeiten von der Jugendgruppe des Vereins unter Aufsicht des Bootsführers übernommen werden.

Am 25.06.05 war es dann endlich soweit, die Schute wurde zu Wasser gelassen und auf den Namen "Luise" (nach der Prinzessin-Luisen-Brücke = letzte Brücke, steht noch "im Trockenen") getauft. Seitdem schwimmt die Schute, ohne unterzugehen, auf den Leipziger Gewässern und ist durch ihre Erscheinung ein Magnet für Leipziger und Touristen. Zum Wasserfest wird sie nun immer als Flaggschiff eingesetzt, das die Bootsparade anführt.

 

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10.01.2019 200 Jahre Dr. Carl Heine



Feiern Sie mit uns und dem Verein für Industriekultur Leipzig:

Zur Aufführung kommt das Musical „Karl Heine – Sein Traum lebt“, Musik & Text: Johanna Jäkel, durch Schülerinnen und Schüler der Musikschule MUSIFA im Großen Saal der Konsumzentrale Leipzig.

Beginn: 20.00 – 21.30 Uhr | Einlass ab 19.30 Uhr

Ort: Konsumzentrale Leipzig, Großer Saal

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Bootstouren in Leipzig



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Impressionen vom Bau am Karl-Heine-Kanal


Die Schute in neuen Gewässern

Die Schute in neuen Gewässern

Fotos: Thomas Heymann

Fotos: Thomas Heymann

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